Samstag, 9. August 2008

Pflanzen-Test


hier zunächst Ginger, mein Ingwer :)

und als zweits meine kräftig wachsnden Chillies

Sonntag, 30. März 2008

Gedanken zum Abschluss

Es hat mich ja doch ein wenig erstaunt, wie viele Vorurteile die Japaner tatsächlich erfüllt haben

1. Sie sind unheimlich höflich (man verbeugt sich ständig und sagt dauernd entschuldigung und danke schön)

2. sie haben einen Technik-Fimmel (von 5 Japanern haben mindestens 3 ein Handy in der Hand oder Kopfhörer vom I-Pod auf)

3. Sie essen ständig Fisch (sogar zum Frühstück... nach kurzer Zeit haben wir uns von meiner Kusine sogar bei Naschkram erst die Inhaltsstoffe vorlesen lassen...)

4. Sie sind traditionsbewusst - man sieht zum Beispiel tatsächlich auf der Strasse oder auch bei Festlichkeiten Frauen mit Kimono

5. Sie können kein Englisch! Grirklich überhaupt nicht! Teilweise sogar das Personal in Hotelrezeptionen etc.!)

Ausserdem muss ich mal feststellen, daß der Kulturschock zurück schlimmer war als hin...
Nachdem KLM meinen Rückflug mal eben gecancelt hat und mich auf einen Air France-Flug am Sonntag gebucht hat (was ich natürlich nicht mitbekommen hab, ich hatte zwar die e-mail gelesen aber nicht aufs Datum geguckt!)naja, so hab ich mich erst mal gepflegt drüber aufgeregt, daß ich so über Charles de Gaulle fliegen sollte - das ist der unorganisierteste Flughafen dieses Planeten!

Naja, zunächst mal hatte ich unheimlich Glück: am Flughafen hat mir eine nette Japanerin doch noch einen Platz im Air France-Flieger Samstag organisieren können und sogar den gleichen wie beim Hinflug - am Notausgang am Fenster! Traum!

Aber in Frankreich anzukommen war psychisch echt hart - kein freundliches Entschuldigung mehr, kein Danke, kein Bitte, noch nicht mal ein Lächeln oder ein Kopfnicken... Schnief...

Aber noch mal kurz zum Thema Hygiene - mir war ja bisher nicht klar, daß es die Toiletten mit Unterbodenwäscheprogramm tatsächlich gibt! Und die können sogar noch mehr: Klobrille anwärmen, künstliche Spülgeräusche, Duftbeigaben...

Als ich es das erste Mal gesehen habe, hat mich dieses Zeichen aussen an den öffentlichen Toiletten eher verunsichert...


Am Flughafen war ich ja ein bißchen traurug, mich von meinen Eltern wieder verabschieden zu müssen, aber dann hab ich für ein letztes Photo noch mal eine Toilette mit einem Blatt Toilettenpapier vor der Lichtschranke verarscht um dieses Photo zu machen - mit dieser Reichweite hätte ich ehrlich gesagt nicht gerechnet... Ich konnte grade noch zur Seite springen :)
Aber so musste ich dann doch wieder lachen...

Donnerstag, 27. März 2008

Hochzeit


Unter Kirschblüten.....

Heute also war ich bei der japanischen Hochzeit meiner guatemaltekischen Kusine - Wow! Im Grunde war es genau wie bei uns:
Zeremonie
Essen mit Reden der Verwandten und lustigen Spielchen
Trinken

Nur, daß die Zeremonie halt in einem Shinto-Tempel stattfand, mit uralter japanischer Musik (gespielt von vier Mönchen), mit Shinto-Priester, einem Tänzer in abgefahrenem blau-orangenem Kostüm, der zur Musik die bösen Geister wegtanzte, wir dabei (zum Glück nur ein winziges Schälchen) Sake trinken mussten.
Ausserdem mussten wir dauernd aufstehen und uns verbeugen, was im Kimono einer grösseren sportlichen Leistung gleichkommt (ausserdem wussten wir ja nie, wann was zu passieren hatte, wir konnten uns aber an dem gegenübersitzenden japanischen Teil der Familie orientieren) meine Kusine wusste bis ca 10 minuten vor Beginn auch nicht wirklich alles...

Das Essen war abgefahren - es gab etwa 20 kleine Häppchen, ständig wurde ein neues Tellerchen gebracht... von allen möglichen Fisch-häppchen über Fisch-süppchen, Käse-Häppchen, fritierte Fischstücke, roher Thunfisch, eine Kugel Cherry-blossom-Eis (by the way, seit heute blühen sie...) ein Stück Hochzeitskuchen.......
Die Reden waren teils auf Japanisch mit Partial-Übersetzung, teils auf Englisch mit Partial-Übersetzung und teilweise spanisch mit Übersetzung...

Das Programm zum Essen war total abgefahren: in Japan macht man aus einer bestimmten Reissorte Reisbällchen, indem man den Reis lange schlägt. Dann wird er wie Gummi. Und das macht man auf Hochzeiten, mit der Vorstellung, daß das Paar dabei so untrennbar vereint wird wie die Reiskörner. Und das war eine Riesen-Show mit Trommeln und dann muste jeder von uns mit den Hämmern in diesen Bottich klopfen und am Ende bekam jeder ein Häppchen Reis-Gummi...

Getrunken haben wir nur einen Drink, es wäre sonst etwas teuer geworden, da wir in der Hotelbar des Ritz-Carlton waren, wo Masa arbeitet... (Durch diesen Job sind sie auch für die Hochzeitsnacht an eine Suite gekommen - ich weiss nicht, ob ganz umsonst aber dafür könnte man wohl auch ein bisschen was zahlen... Alter Schwede, im 49. Stock, mit Riesen-Fenster im Bad, das heisst aus der BAdewanne Blick auf Tokyo... und das Wohnzimmerchen ist ein Eck-Zimmer.... Irre!)

Ihr merkt schon, ich habe meinen Mund heute nicht zu bekommen.
Genug der Worte, hier ein paar Bilder:

Die Hochzeitsgesellschaft (europäoider Teil)

Meine Mutter und ich - gut eingeschnürt und hübsch verpackt...

So sahen wir von hinten aus (hier meine Schwager-Kusine Tutti und ich)
sie trägt übrigens schwarz und hat ne Kiste auf dem Rücken weil sie schon verheiratet ist als Zeichen der Bürde ;)
Ne, ohne Witz, ist wirklich so. Auf Hochzeiten dürfen verheiratete Frauen nur schwarze Kimonos tragen und nach der Hochzeit gibt's statt der hübschen Schleife nur noch ne Kiste...

Hier die Reisklopfer - der links ist quasi nicht drauf, dann kommt das Mädchen, die immer mutig zwischen den Hammerschlägen Wasser auf den Reis geträufelt hat, im Hintergrund der Trommler und rechts der andere Klopfer mit Riesen-Hammer

Hier meine Kusine und ihr Mann Masa beim Klopfen

Das glückliche Paar in bequem mit Eltern (rechts der japanische Teil :) )

Blick aus der Lobby-Bar des Ritz-Carlton bei Nacht - beeindruckend, oder?
Ganz links wieder meine Schwager-Kusine Tutti, dann Sibyl, eine Schweizerin, die meine Kusine von der Hotelfachschule kennt und gerade in Korea auf Geschäftsreise war, dann meine Mutter und ganz rechts noch meine Tante Karin, die Braut-Mutter

Mittwoch, 26. März 2008

Mehr!

So endlich ein kurzer Bericht:

Tokyo: nach dem Fischmarkt noch ein bißchen Tokyo angeschaut. Viele teure Geschäfte (wir wohnen in der guten Gegend, da gibt's nur Dior, Chanel etc. Leider irgendwie keine Elektronik...

Dann sind wir auch schon nach Kyoto gefahren, wo es leider keinen Internetzugang gab (bzw. Zugang schon, nur keinen Rechner...) (ausserdem waren wir jeden Tag von 8 bis 11 Uhr abends auf den Beinen, da wir einen privaten Guide hatten...)
Thema Hotel-Preise: es ist sehr praktisch, eine Cousine zu haben, die im Hotelfachgschäft tätig ist und deren japanischer Ehemann ebenfalls und der hat wieder Freunde...
Wir hatten ein echt schickes Hotel in Kyoto! Mit edelstem Spa-Bereich...

Ansonsten habe wir viele Tempel und Schreine gesehen (Tempel - buddhistisch, Schrein Shinto) und ich muß sagen, die Japaner haben eine unglaubliche Toleranz bzw. einen unendlich großen Pragmatismus. Was Ihnen am Alten gefällt behalten sie und was Ihnen am Neuen gefällt kombinieren sie dazu.
Letztens sahen wir ein Mädchen im Kimono mit Sportschuhen und Schal...

Heute hatte ich übrigens das großartige Erlebnis, meiner Cousine dabei zuschauen zu können, wie sie ihre Prüfung zum Chef de cuisine ablegt in der Lehrküche der französischen Kochschule hier. Und hinterher durften wir sogar probieren...

NAja, genug getextet, Jetzt ein paar Bilder.


Tokyo von oben (sorry, bitte Bildschirm drehen... :) )

Buddhisten-Tempel in Kyoto

mein Clan (von rechts: mein Onkel Chato, mein Vater, unser Tourguide Yuko, meine Tante Karin und meine Mutter (und zwei Fremde von hinten :) ))

Karin, MAma und ich vor dem goldenen Tempel

mein Cousin Olli und ich vor Bambus-Wald - war ein tolles grün unter der Sonne

Meine Kusine Olguita (die seit heute Chef ist und morgen ihre Hochzeit traditionell japanisch feiert, wegen derer wir alle hier sind :) ) und ich vor irgendeinem Tempel

alle beim Tee trinken

Markt in Kyoto

Freitag, 21. März 2008

angekommen

So, kurze Info\ ich bin gut angekommen. der flug war lang, aber da ich den sitz am notausgang hatte, waren mir etwa 3 meter beinfreiheit beschieden sehr edel!
gestern haben wir dan tokyo von oben angeschaut... beeindruckend! bilder folgen.
heute waren wir kimonos anprobieren fuer die hochzeit, irre schoen! bilder folgen ebenfalls.
so, jetzt muss ich abgefahrene sachen essen, da ihc hunger habe!
ach ja, heute morgen sind wir um 5 aufgestanden um uns auf dem fischmarkt die thunfischauktion anzuschauen - irre! das ist schon was anderes als in hamburg...]
ich gruess euch alle ganz lieb und hoffe, ihr habt auch blauben himmel...

Dienstag, 18. März 2008

Reisespass

Juchuu, ich habe meinen Reisepass wieder gefunden! Nu muß ich mir morgen noch ein paar Yen holen, damit ich mir den Bus vom Flughafen zum Hotel leisten kann.

Fakt 1: ich muß mit dem Bus!!!! fahren! Hilfe! Was heisst auf japanisch:"hilfe, ich hab mich verlaufen und will zu meiner Mami!"?

Fakt 2: Hier der Link zu meinem Hotel
Man beachte Zeile 4, Mitte:
"French Flair"????????

Naja, ich werde es rausfinden...

Donnerstag um 12 Uhr mittags geht's los - mit KLM über Amsterdam nach Tokyo, Ankunft Freitag 10:40, Treffen mit meiner Familie hoffentlich gegen 12:30...

Wenn ich es gebacken kriege folgen Bilder in etwa 2 Tagen...

Dienstag, 13. November 2007

Chirurgie-PJ in Deutschland und ein Hoch auf Archimedes und Herrn Hohmann

Man muß ja schon sagen, das PJ in Kiel ist schon wieder ein anderer Spaß als in Australien...
Und, während es auf der einen Seite natürlich schon anstrengend ist, 9 Stunden am Tag zu arbeiten (ohne einen doofen cent dafür zu bekommen...), ist es nach 8 Wochen kompletter Nutzlosigkeit irgendwie auch ganz nett, wieder was sinnvolles zu tun, und sei es nur Röntgenscheine ausfüllen, im OP mehr machen als zugucken und ab und an sich die Zeit nehmen, Patienten was zu erklären oder sich ein paar Minuten zu ihnen zu setzen...
Und worüber ich mich besonders freue ist ja die Tatsache, daß ich nicht mehr zur Langsamkeit verdammt bin - das liegt mir ja gar nicht... Über alles länger als nötig nachdenken zu müssen und nicht gleich das sagen zu können was ich denke...

Naja, um zur Überschrift zu kommen:
Frei nach Archimedes' "Gebt mir einen festen Punkt und ich hebe die Welt aus den Angeln." bin ich als Medizinstudentin doch sehr dem Herrn Hohmann verbunden, der dieses Prinzip genutzt hat um uns das Leben zu erleichtern.
Im OP ist man als Student bzw. PJ-ler ja doch meistens "nur" Hakenhalter. Zu meiner Freude konnte ich feststellen, daß die Ärtze meist wirklich nett sind und einem, wann immer möglich, Hohmann-Haken geben - großartig! Durch das simple Prinzip der Hebelwirkung (Spitze des Hakens wird unter einen Knochen gehakt, mit dem anderen Ende kann man dann die Weichteile zur Seite drücken) wird einem das Halten so unglaublich erleichtert! Da sind die Hände auch nach 3 Stunden halten noch frisch genug, um zu nähen :)