Man muß ja schon sagen, das PJ in Kiel ist schon wieder ein anderer Spaß als in Australien...
Und, während es auf der einen Seite natürlich schon anstrengend ist, 9 Stunden am Tag zu arbeiten (ohne einen doofen cent dafür zu bekommen...), ist es nach 8 Wochen kompletter Nutzlosigkeit irgendwie auch ganz nett, wieder was sinnvolles zu tun, und sei es nur Röntgenscheine ausfüllen, im OP mehr machen als zugucken und ab und an sich die Zeit nehmen, Patienten was zu erklären oder sich ein paar Minuten zu ihnen zu setzen...
Und worüber ich mich besonders freue ist ja die Tatsache, daß ich nicht mehr zur Langsamkeit verdammt bin - das liegt mir ja gar nicht... Über alles länger als nötig nachdenken zu müssen und nicht gleich das sagen zu können was ich denke...
Naja, um zur Überschrift zu kommen:
Frei nach Archimedes' "Gebt mir einen festen Punkt und ich hebe die Welt aus den Angeln." bin ich als Medizinstudentin doch sehr dem Herrn Hohmann verbunden, der dieses Prinzip genutzt hat um uns das Leben zu erleichtern.
Im OP ist man als Student bzw. PJ-ler ja doch meistens "nur" Hakenhalter. Zu meiner Freude konnte ich feststellen, daß die Ärtze meist wirklich nett sind und einem, wann immer möglich, Hohmann-Haken geben - großartig! Durch das simple Prinzip der Hebelwirkung (Spitze des Hakens wird unter einen Knochen gehakt, mit dem anderen Ende kann man dann die Weichteile zur Seite drücken) wird einem das Halten so unglaublich erleichtert! Da sind die Hände auch nach 3 Stunden halten noch frisch genug, um zu nähen :)
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